Ungelöste Abfallprobleme
Apulische Erinnerungen beinhalten leider auch Bilder
von Abfallbergen - vom sorglosen und respektlosen Umgang mit der Natur.
Gedankenlos schmeisst ausgerechnet der nette Nachbar seine
ausgedienten Hausaltapparate in den nächsten Stassengraben oder deponiert sein
altes Sofa mitten ins blühende Blumenfeld.
Kaum ein Bauunternehmer, der seinen
Bauschutt ordentlich zu entsorgen versucht, auch dieser landet unweit der
Baustelle irgendwo am Strassenrand.
Eine öffentliche Deponie ist nicht
auszumachen. So entstehen Bilder, die einem betrüblich stimmen.
Das Abfallproblem wird bei der jetzigen Einstellung noch lange ungelöst
bleiben. Die Regierung in Taranto unternimmt zu wenig, die Verantwortlichen
in Manduria erdulden das Übel,
ohne griffige Lösungen zu finden. Und weiten
Kreisen der einheimischen Bevölkerung fehlt leider die Sensibilität gegenüber der
Natur.
Ohne belehrend zu wirken, versuchen wir mit bescheidenen Umweltaktionen
demonstrativ das
allseits fehlende Gespür gegenüber den reichen Schätzen dieser Landschaft zu
wecken.
Eigenhändige Strandreinigungen vor den Augen einheimischer ^"Strandlagerer"
im Frühling und Herbst gehören zum Ferienalltag.
Schliesslich will man ein Stück Natur für sich und die Ferienhausgäste auch
ausserhalb der Saison ordentlich bewahren.
Ärgerlich: Die Gebühren für die Müllabfuhr werden teurer und teurer, so
beschleicht einem verständlicherweise ein leises Unbehagen beim Begleichen
dieser Rechnungen.
Im Winter und Frühling...
Ïm Sommer für den Tourismus gereinigt
Mit
dem guten Beispiel voran gehen...
"Das Meer ist unser Haus,
der Strand ist unser Garten
warum verschmutzt ihr unser Haus
und unseren Garten?"
Einen traurigen Anblick bietet die Anfahrt zum
geschichtsträchtigen "Monte dei Diavoli" ("Berg des
Teufels").
Der Teufel muss wohl jene reiten, die ihren Unrat diesem
eindrücklichen Berg hinterlassen.
Da heisst es einfach weiterfahren und Blick
geradeaus auf die wunderbare Landschaft und das Ionische Meer...
Des
Teufels Werk?
Hinsehen und wegfahren...
Das Hinterland wird weit verbreitet
als Abfallhalde benutzt. Alles landet am Strassenrand oder auf dem weiten Feld.
Nicht die Touristen sind die Täter...
Es ist nicht an uns, hier Lehrstunden zu erteilen. Aber ärgern darf man sich.
Dabei mit dem guten Beispiel voran gehen.
Wohnstube falsch platziert...
Verfehlte Mobilität...
Ein Lichtblick im Sommer
2010
Siehe da! Leise Hoffnung kommt auf. In der Saison 2010 entdeckte ich erstmals einheimische
Bemühungen:
Eine Tafel mahnt den Strandbenutzer zu mehr Rücksicht und Respekt. Möge man die
Botschaft hören!
Siehe da! Endlich...